ZUSAMMEN:ÖSTERREICH – Schulbesuch am Ella Lingens Gymnasium: Gemeinsam für respektvolles Zusammenleben und gegen Vorurteile und Diskriminierung
Am 11. Mai 2026 war ZUSAMMEN:ÖSTERREICH in Zusammenarbeit mit dem IKG-Projekt LIKRAT zu Gast am Ella Lingens Gymnasium. Gemeinsam mit den Schüler:innen der 5D wurde über Integration, respektvolles Zusammenleben und Diskriminierung gesprochen – sowie darüber, welche Handlungsmöglichkeiten jede:r Einzelne im Alltag hat, um Vorurteilen und Ausgrenzung entgegenzutreten.
Nach der Vorführung eines Kurzfilms diskutierten die Workshop-Leiter, ob die Schüler:innen bereits Erfahrungen mit Rassismus gemacht hätten und wie respektvolles Zusammenleben gelingen könne. Der Integrationsbotschafter Adi, der selbst als jugendlicher Migrant Ausgrenzung und Rassismus erlebte, berichtete offen über seine Erfahrungen und die prägende
Wirkung dieser Erlebnisse:
„Ich habe viel Ausgrenzung erlebt und bin trotz all dieser Hürden meinen Weg gegangen. Vieles schien mir unmöglich, und doch habe ich es erreicht – ohne Vorbilder, aber mit umso mehr Stärke in mir selbst.“
Gleichzeitig betonte er, dass Zusammenleben gegenseitiges Engagement erfordert und Vorurteile nicht von heute auf morgen verschwinden:
„Vorurteile aufzubrechen braucht Zeit und den Mut, die notwendige Arbeit immer wieder aufs Neue zu leisten.“
Eine Schülerin brachte die Diskussion besonders treffend auf den Punkt: Zusammenleben gelinge dann, wenn beide Seiten aufeinander zugehen.
Im weiteren Verlauf des Workshops erarbeiteten die Jugendlichen gemeinsam, was für gelungenes Zusammenleben notwendig ist. Besonders genannt wurden Sprache, Eigeninitiative, die Bereitschaft, am Leben im Aufnahmeland teilzunehmen, sowie die Offenheit der Aufnahmegesellschaft gegenüber Fremden.
Die zweite Stunde widmete sich dem Thema Judentum. Die beiden LIKRATinas beantworteten zahlreiche Fragen der Schüler:innen – unter anderem zu religiösen Vorschriften, Gebeten und Speisegesetzen. Entstanden ist ein offener und ehrlicher Austausch, der dazu beitrug, Verständnis zu fördern und Vorurteile abzubauen. Besonders erfreulich war das große Interesse der Jugendlichen, die viele Fragen stellten, um mehr über das Judentum zu erfahren.
Zum Abschluss appellierten die LIKRATinas an die Jugendlichen, Informationen aus sozialen Medien kritisch zu hinterfragen: „Vertraut nicht blind auf die Infos, die ihr über Social Media bekommt. Bitte hinterfragt alles und sucht Informationen aus verschiedenen verlässlichen Quellen. Social Media ist keine sichere Quelle.“ Darüber hinaus erklärten die LIKRATinas, warum diese Begegnungen für sie so bedeutend sind: „Wir machen diese Begegnungen – so nennt LIKRAT ihre Schulbesuche –, damit die Welt besser wird und Menschen sich weiterhin erinnern.“
Die Schulbesuche von ZUSAMMEN:ÖSTERREICH leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Vorurteile abzubauen und Motivation für ein respektvolles Zusammenleben zu schaffen. Besonders der direkte Austausch mit Jugendlichen zeigt, wie wichtig es ist, offen über Themen wie Diskriminierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sprechen – Themen, die alle Schüler:innen und die Gesellschaft betreffen.
Der Workshop machte eindrucksvoll deutlich, wie wertvoll persönliche Begegnungen, ehrliche Gespräche und gegenseitiges Zuhören sind. Ein respektvolles Zusammenleben gelingt, wenn Menschen die Sprache lernen, Chancen nutzen, aktiv auf andere zugehen und sich offen aufeinander einlassen. Gleichzeitig braucht es eine offene Gesellschaft, die Begegnungen ermöglicht und gegenseitigen Respekt stärkt – ganz im Sinne des Mottos von ZUSAMMEN:ÖSTERREICH: „Vorurteile abbauen. Motivation schaffen.“
Ein herzliches Dankeschön an das Team von ZUSAMMEN:ÖSTERREICH und die beiden LIKRATinas für den großartigen Workshop.
Für die organisatorische Leitung:
Prof. Alexandra Albrich
Prof. Driss Tabaalite











