Hilfe aus nächster Nähe

In 67 Krisengebieten behandeln Mediziner die Ärmsten der Armen. Wie diese Hilfe aussieht und funktioniert, haben die SchülerInnen der unverbindlichen Übung „Hineinschnuppern in die Arbeitswelt“ von Einsatzkräften aus dem Team von „Ärzte ohne Grenzen“ aus dem Bereich der Medizin, Logistik und Wassertechnik erfahren dürfen. Wie sind sie zu ihrem Einsatz gekommen, was hat ihr Arbeitsleben davor, vor Ort beim Einsatz in Kolumbien, im Sudan, in Somalia und Kenia oder in den Palästinensischen Gebieten, sowie nach ihrer Rückkehr ausgefüllt?

Wasser aus dem Brunnen vor der Karlskirche wurde chemisch aufbereitet zu Trinkwasser und versuchsweise in Kanistern auf dem Kopf transportiert. Die aus den Medien bekannten Ebola-Schutzanzüge machten klar warum man darin nur maximal 45 min arbeiten kann ohne einen Hitzschlag zu bekommen. Das Errichten von Flüchtlingslagern und Zelten wurde mit all seinen logistischen und menschlich (oft auch noch tierischen) Herausforderungen dicht gedrängt im Zelt aus Planen deutlich spürbar. Ein aufblasbarer OP-Saal zeigte die nötigsten medizinischen Mittel und die Desinfektionsschleusen zur Behandlung von schwer kranken Flüchtlingen. Beklemmend die Cholerazelte mit ihren Lochbetten zum direkten Ausscheiden der 10 Liter die ein Patient hilflos verliert und intervenös an Flüssigkeit und Mineralsalzen wieder zugeführt werden muss, bis das Immunsystem den Kampf mit den Krankheitskeimen (hoffentlich) gewinnt. Lustvoller das Probieren der Spezialnahrung in Form von Haselnusscreme zum langsamen gewöhnen von unterernährten Kindern an feste Nahrung. Spannend die Errichtung von einfachen Öfen zur Verbrennung und damit Entsorgung der anfallenden Abfälle bei Impfaktionen.

Voller eindringlicher Eindrücke gingen wir mit einem Armband der bedeutenden Hilfsorganisation, die von Österreich aus als eines von nur fünf Ländern weltweit große Einsätze plant und umsetzt, ins Wochenende mit dem Gefühl, dass Helfen auch eine berufliche Lebensaufgabe sein kann.

Wenn ihr mehr erfahren wollt, dann besteht die Möglichkeit die Ausstellung von „Ärzte ohne Grenzen“ noch bis 7.Oktober am Karlsplatz zu besuchen, oder die Jugend-Aktion von „Ärzte ohne Grenzen“ mit alle Infos auf www.break-the-silence.at zu unterstützen. Oder natürlich wie ich bei „den Großen“ mit allen Infos auf www.aerzte-ohne-grenzen.at mitzuwirken und die Welt ein klein wenig menschenwürdiger zu machen.

Mag. Barbara Klaus

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